In Hamburg gibt es zwei Arbeitsgerichte, das Arbeitsgericht Hamburg als Arbeitsgericht erster Instanz und das Landesarbeitsgericht Hamburg als Berufungsgericht (zweite Instanz).

ARBEITSGERICHT HAMBURG – STREITIGKEITEN IM ARBEITSRECHT

Die Arbeitsgerichte sind besondere Zivilgerichte. Bei Rechtsstreitigkeiten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist das Arbeitsgericht grundsätzlich die erste Instanz.

BERUFUNG VOR DEM LANDESARBEITSGERICHT HAMBURG

Die zweite Instanz ist das Landesarbeitsgericht. Hier kann Berufung bzw. Beschwerde gegen Beschlüsse oder Urteile der ersten Instanz eingelegt werden. Die dritte Instanz bildet das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Sofern die Rechtsmittel der Revision bzw. eine Rechtsbeschwerde zugelassen sind, kann hier gegen Urteile und Beschlüsse der Landesarbeitsgerichte vorgegangen werden.

Vor dem Arbeitsgericht in erster Instanz besteht kein Anwaltszwang. Es ist allerdings zu empfehlen, den jeweiligen Fall von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht prüfen zu lassen.

Der Ablauf des Verfahrens ist im Arbeitsgerichtsgesetz geregelt. Im gerichtlichen Klageverfahren gibt es immer zuerst einen Gütetermin. Dieser findet ausschließlich vor einem Berufsrichter statt. In diesem Termin wird nur verhandelt und nach einer Einigung gesucht.

Entschieden wird im Verfahren vor dem Arbeitsgericht erst im Kammertermin (KAmmerverhandlung). Hier ist das Gericht voll besetzt mit einem Berufsrichter und zwei ehrenamtlichen Richtern. Jeweils einer aus dem Arbeitgeber und einer aus dem Arbeitnehmerlager.

Die Hamburger Arbeitsgerichte sind in einem alten Schulgebäude untergebracht, das durch einen Anbau erweitert wurde.

Beide Gerichte befinden sich in einem Gebäude im alten Arbeiterstadtteil Hamburg-Barmbek. Das Gebäude liegt direkt am Osterbekkanal.