Vor Kündigung muss die Weiterbeschäftigung geprüft werden

Die Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten müssen vor Ausspruch einer Änderungskündigung geprüft sein, sonst ist die Kündigung unwirksam.

Prüft ein Arbeitgeber die Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten nicht vor Ausspruch der Änderungskündigung und wählt dabei den für den Arbeitnehmer am nächst liegenden neuen Arbeitsplatz, so ist die Änderungskündigung bereits aus diesem Grunde möglicherweise unwirksam.

Die einem Arbeitnehmer bei einer Vertragsänderung angebotenen Vertragsänderungen müssen geeignet und erforderlich sein, um den Anstellungsvertrag den neuen Beschäftigungsmöglichkeiten anzupassen. Ansonsten ist die Änderungskündigung unwirksam.

Kündigung

Bestehen mehrere für den Arbeitnehmer geeignete Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten, so hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Arbeitsplatz anzubieten, dessen Arbeitsbedingungen am wenigsten weit von den bisherigen entfernt ist.
Und es sind stets alle Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten in die vorzunehmende Prüfung einzubeziehen. Insbesondere dürfen nicht vorab Arbeitsplätze mit der Folge besetzt werden, dass sie bei der Prüfung der vorhandenen Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten für die von der Änderungskündigung oder Beendigungskündigung bedrohten Arbeitnehmer unberücksichtigt bleiben.

Kündigung Arbeitsrecht

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