Lohnt sich eine Kündigungsschutzklage ?

Mit der Frage, ob sich eine Klage gegen eine Kündigung lohnt, werden wir oft konfrontiert. Als Fachanwälte für Arbeitsrecht sind die Kündigung und die Kündigungsschutzklage tägliche Arbeit und Berufung zugleich.

Meistens lohnt sich die Klage gegen eine Kündigung. Insbesondere Arbeitnehmer mit Rechtsschutzversicherung können im Prinzip bis auf die Selbstbeteiligung nichts verlieren, aber häufig Viel gewinnen.

Und dies unabhängig davon, welche Art der Kündigung der Arbeitgeber ausgesprochen hat:

  • ordentliche Kündigung
  • außerordentliche Kündigung
  • fristgerechte Kündigung
  • krankheitsbedingte Kündigung
  • betriebsbedingte Kündigung
  • personenbedingte Kündigung
  • fristlose Kündigung
  • Änderungskündigung
  • Druckkündigung
  • Verdachtskündigung

Der geübte Arbeitsrechtler oder auch die geübte Arbeitsrechtlerin finden oft kleine Fehler in der Kündigung, die am Ende eine Klage zum Erfolg führen. Die Fehlerquellen für die Arbeitgeber sind dabei sehr vielfältig. Es kann schlicht der „Falsche“, also nicht der echte Chef, unterschrieben haben, die Anhörung des Betriebsrats kann fehlerhaft sein, oder im Falle der fristlosen Kündigung hatte der Arbeitgeber seit mehr als 2 Wochen Kenntnis von der Verfehlung. Immer wieder vergreifen sich Arbeitgeber auch bei der Sozialauswahl einer betriebsbedingten Kündigung.

Dabei ist der Erfolg in der Regel eine hohe Abfindung bei Kündigung und nicht die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses. Denn in der Regel will ein Arbeitnehmer nach der Kündigung nicht zurück an den alten Arbeitsplatz, sondern nimmt lieber die Abfindung mit.

Aber es gibt auch Fälle, in denen sich eine Kündigungsschutzklage nach der Kündigung nicht lohnt. Dann wird der geübte Arbetisrechtler dies im Rahmen einer Erstberatung feststellen und von einer Kündigungsschutzklage abraten.

Die Frage des Erfolgs, also die Höhe der erreichbaren Abfindung bei Kündigung hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, von denen hier eine Auswahl vorgestellt werden soll:

  • Stichhaltigkeit der Kündigungsgründe
  • Finanzielle Lage des Arbeitgebers
  • Größe des Unternehmens
  • Vorhandensein eines Betriebsrats und die Frage, wie sehr dieser sich für den Arbeitnehmer einsetzt
  • Beweisbarkeit der Vorwürfe bei der fristlosen Kündigung

Es gibt natürlich viel mehr Faktoren, aber diese sind ein erster Anhaltspunkt.

Geschrieben von:

Axel Pöppel, Fachanwalt für Arbeitsrecht Hamburg

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