Nahezu jede anwaltliche Inanspruchnahme ist mit bestimmten Kosten verbunden. Deshalb weisen wir Sie unaufgefordert auf die Kosten unserer Tätigkeit hin. Im Rahmen des ersten Telefonats hören wir uns Ihren Fall an und geben eine erste überschlägige Einschätzung dazu ab. Dies ist grundsätzlich für Sie kostenfrei. Wenn Sie anschließend einen Beratungstermin mit uns vereinbaren, berechnen wir Ihnen je nach der Schwierigkeit der Sach- und Rechtslage Gebühren für die Rechtsberatung. Bei einem außergerichtlichen oder gerichtlichen Vorgehen fallen weitere Gebühren an, die allerdings in einem gewissen Rahmen miteinander zu verrechnen sind.

Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz

In der Regel rechnen wir die außergerichtlichen und gerichtlichen Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) ab. Die Höhe der der Gebühren bemisst sich dabei nach dem sogenannten Gegenstandswert. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, um wie viel es in wirtschaftlicher Hinsicht geht. Der Gegenstandswert ist bei einem Streit um eine Kündigung von Gesetzes wegen auf das dreifache Bruttomonatsgehalt begrenzt.

Beispiel: Bei einem Arbeitnehmer mit einem Bruttomonatsgehalt von 2.000 Euro würde der Gegenstansdwert 6.000 Euro betragen.

Ausgehend vom Gegenstandswert sieht das RVG bestimmte Sätze für Rechtsanwälte vor. Jeder Mandant erhält von uns nach Beendigung des Rechtsstreits eine detaillierte Auflistung der Gebührenposten, anhand derer er die Richtigkeit der überreichten Rechnung nachvollziehen kann. Wir legen bei unserer juristischen Arbeit und auch bei den Kosten großen Wert auf Transparenz und Information.

Keinesfalls sollen Sie durch die Rechnung überrascht werden, weshalb wir bereits im Vorfeld mit Ihnen die auf Sie zukommenden Kosten besprechen.

Rechtsschutzversicherung und Prozesskostenhilfe

Im besten Fall haben Sie mindestens drei Monate vor dem Eintritt der Rechtsstreitigkeit eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen. Eine Rechtsschutzversicherung für das Arbeitsrecht erleichtert Ihnen vieles und gibt Ihnen die finanzielle Freiheit, einen Rechtsstreit soweit erforderlich auch über mehrere Instanzen durchzustehen. Die Kenntnis darüber, dass eine Versicherung vorhanden ist, kann im Einzelfall auch das Verhalten der Gegenseite beeinflussen und in einem Gerichtstermin strategisch genutzt werden. Für welche Rechtsschutzversicherung Sie sich letztlich entscheiden, bleibt Ihnen und dem Makler Ihres Vertrauens überlassen.

In einem Rechtsschutzfall übernehmen wir für Sie die Kommunikation mit der Rechtsschutzversicherung. Es kommt nicht selten vor, dass die Versicherungen durch gezielte Rechtsausführungen erst dazu angehalten werden müssen, die Deckungszusage für bestimmte Anträge oder das Verfahren im Allgemeinen zu erteilen.

Wenn eine Rechtsschutzversicherung nicht vorhanden ist und der Abschluss einer solchen aufgrund eines aktuell vorhandenen Handlungsbedarfs nicht mehr möglich ist, wäre zu prüfen, ob Sie zum Kreis der Berechtigten für die Prozesskostenhilfe stehen. Die Prozesskostenhilfe wird in Abhängigkeit von den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen gewährt. Wir haben ein gutes Gespür dafür, wann ein Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe wahrscheinlich Erfolg haben wird und helfen Ihnen bei der Vorbereitung der Unterlagen. Dies erfordert weniger Aufwand, als Sie denken – versprochen.

Auch wenn die Prozesskostenhilfe für Rechtsanwälte unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Abzüge bei den Gebühren mit sich bringt, ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, Ihnen zu helfen. Uns geht es in erster Linie darum, Sie weiterzubringen. Dafür geben wir alles.

Sonstige Formen der Rechtsanwaltsvergütung

Es besteht für uns keine Verpflichtung, unsere Gebühren nach dem RVG abzurechnen. Wir können auch Pauschal-, Zeit- oder Erfolgshonorare vereinbaren.

Bei einer pauschalen Honorarvereinbarung werden wir auf Grundlage eines vorher festgelegten und nicht mehr veränderbaren Betrages für unsere Mandanten tätig. Der Gegenstandswert ist bei dieser Form der Vergütungsvereinbarung ebenso unerheblich wie die Zeit, die es erfordert, um Ihre Sache bestmöglich zu bearbeiten.

Ist ein regelmäßiger Beratungsbedarf in verschiedenen Angelegenheiten absehbar, liegt es nahe, ein Zeithonorar zu vereinbaren. In diesen Fällen werden wir anhand von Stunden- oder Tagessätzen vergütet, über die wir im Einzelnen abrechnen. Möglich ist auch eine Kombination aus Zeithonorar und Vergütung nach dem RVG: Die beratende und außergerichtliche Tätigkeit kann anhand der benötigten Zeit abgerechnet werden, während die Tätigkeit vor Gericht nach dem RVG vergütet wird.

Schließlich ist auch die Vereinbarung eines Erfolgshonorar in bestimmten gesetzlichen Grenzen möglich. Es kommt vor allem dann in Betracht, wenn andernfalls aufgrund des Fehlens einer Rechtsschutzversicherung und der Unwägbarkeiten im Hinblick auf die anwaltliche Vergütung ein Mandatsverhältnis nicht zustande kommen würde.