Fristlose Kündigung – Verhaltensbedingte Kündigung – schwer zu rechtfertigen – hier die wichtigsten Gründe

Eine verhaltensbedingte Kündigung, fristlose Kündigung oder außerordentliche Kündigung ohne vorangegangene Abmahnung ist nur bei schwerwiegenden Vertragsverstößen möglich. Diese Art der Kündigung ist für den Arbeitgeber sehr schwer zu begründen, wenn nicht ein wirklich schwerwiegender Verstoß gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten vorliegt.

Das Deutsche Arbeitsrecht ist hier unerbittlich und eine Fristlose Kündigung ohne ziehenden Grund für die Kündigung kann sehr teuer für den Arbeitgeber sein.

Diese Gründe für eine fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung sind als Rechtfertigung für eine Kündigung grundsätzlich geeignet; es kommt aber immer auf den Einzelfall an:

• Schwerwiegender Verstoß gegen ein betriebliches Alkoholverbot

• Vorsätzliche Verletzung von Arbeitsschutzvorschriften

• Beharrliche, hartnäckige Arbeitsverweigerung

• Selbstbeurlaubung

• Grob fahrlässige Pflichtverletzung mit erheblicher Schadensfolge.

Straftat am Arbeitsplatz:

• Schwere Beleidigung

• Manipulation bei der Zeiterfassung

• Vortäuschen einer Arbeitsunfähigkeit

• Verstoß gegen ein vertragliches Wettbewerbsverbot

• Schmiergeldannahme

• Sexuelle Belästigung von Arbeitskollegen und Arbeitskoleginnen

• Androhung/Ankündigung einer Arbeitsunfähigkeit

Doch selbst, wenn ein solcher Fall vorzuliegen scheint, muss geprüft werden, ob nicht vor der Kündigung die Abmahnung zu stehen hat. Denn nach gängiger Auffassung des Arbeitsgerichts muss der Arbeitnehmer die Möglichkeit erhalten, sein Verhalten positiv zu ändern.