Fristlose Kündigung: „Jawohl, mein Führer“ zum Chef reicht nicht aus – Entscheidung des LAG Mainz

Die Vorstellung ist schon skurril: Ein Arbeitnehmer sagt zu seinem Chef am Arbeitsplatz in einem Streit mehrfach „Jawohl, mein Führer“.

Es folgt eine fristlose Kündigung. Das kann man auch nachvollziehen, wenn man sich in den Chef hineinversetzt.

Und das Landesarbeitsgericht Mainz sagt: Nicht so schlimm … da hätte man vorher eine Abmahnung aussprechen müssen. Das ist eine Entscheidung, die man nicht verstehen muss. Das Verhalten rechtfertigt weder eine fristlose, noch eine fristgerechte Kündigung.

Wie gesagt … muss man nicht verstehen … ich würde mich nicht darauf verlassen, dass alle Gerichte so entscheiden.

Vgl. LAG Rheinland-Pfalz – Mainz – Az. 11 Sa 353/10

Geschrieben von
Axel Pöppel, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Hamburg Barmbek

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