Müssen Abfindungen versteuert werden?

Die Frage, ob Abfindungen versteuert werden müssen, bekommen wir immer wieder gestellt. Und immer noch spukt in den Köpfen vieler Betroffener die Idee herum, eine vom Arbeitgeber gezahlte Abfindung könne steuerfrei vereinnahmt werden. Diese mit Übergangsregelungen bis Ende 2007 geltende Regelung existiert nicht mehr. Jede Abfindung ist zunächst einmal in vollem Umfang steuerpflichtiges Einkommen.

Gastautor: Johannes Zeyse

Johannes Zeyse

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Progressive Einkommenssteuer

Denken wir uns Max Abfindikus aus, er ist ledig, hat keine Kinder. Er verdient als Angestellter 30.000 € brutto. Seine persönlichen Freibeträge bleiben in den folgenden Berechnungen unbeachtet. Seine Einkommenssteuer beträgt 5.601 € zzgl. Soli in Höhe von 308 € (sämtliche Werte gerundet). Sein Einkommen wird damit durchschnittlich mit 19,7% versteuert.

Ein Jahr später ist Herr Abfindikus Abteilungsleiter und verdient nun 34.000 € brutto. Seine Einkommenssteuer beträgt dann 6.899 € zzgl. 379 € Soli. Der Durchschnittssteuersatz beträgt dann 21,4%.

Das sieht auf den ersten Blick gar nicht dramatisch aus. Wenn wir uns nun aber nur die Steuer für den Mehrverdienst in Höhe von 4.000 € ansehen, wird der Begriff „progressive Einkommenssteuer“ deutlich. Die zusätzliche Steuer in Höhe von 1.369 € (davon 1.298 € Einkommenssteuer und 71 € Soli) bedeutet , dass 34,2% seines Mehrverdienstes an den Fiskus abgeführt werden.

Abfindung erhöht zu versteuerndes Einkommen

Eine mögliche Abfindung erhöht das zu versteuernde Einkommen genauso wie eine Gehaltserhöhung. Im Vergleich zum normalen Steuersatz wird die Abfindung demnach ebenfalls deutlich höher besteuert.

Schauen wir uns wieder Max Abfindikus an. Sein Arbeitgeber verlagert die Produktion ins Ausland und bietet ihm eine Abfindung von vier Monatsgehältern in Höhe von insgesamt 12.000 € an. Seine Einkommenssteuer beträgt dann im Jahr der Abfindung 11.850 (Einkommensteuer inkl. Soli). Der Durchschnittssteuersatz beträgt damit 25,8%.

Ein Blick auf die isolierte Abfindungszahlung zeigt, dass die zusätzliche Steuer in Höhe von 4.572 € seine Abfindung um gut 38% mindert.

Ausweg Fünftelregelung

Doch es gibt einen Ausweg, die starke Steuerprogression zu vermeiden. Die sogenannte Fünftelregelung kann unter bestimmten Voraussetzungen die Besteuerung abmildern. Um in den Genuss der Fünftelregelung zu kommen, müssen einige formale Hürden genommen werden. Die Wichtigste ist die sogenannte Zusammenballung der Einkünfte: eine Abfindung, die über mehrere Jahre hinweg gezahlt wird (oder auch nur im Dezember sowie Januar des Folgejahres) kann nicht unter Zuhilfenahme der Fünftelregelung versteuert werden. Außerdem muss es sich um eine Kompensation für entgangene Leistungen und Rechte handeln.

Sind alle Voraussetzungen für die Fünftelregleung erfüllt, ergibt sich folgender Gestaltungsspielraum: der Abfindungsbetrag wird zunächst gefünftelt. Die darauf entfallende Steuer wird anschließend wieder mit fünf multipliziert.

Für Max Abfindikus bedeutet das Folgendes: ein Fünftel seiner Abfindung sind 2.400 €. Die fiktive zusätzliche Steuer auf ein Mehreinkommen von 2.400 € würde 858 € betragen. Die fiktive Steuer wird nun mit 5 multipliziert und ergibt dann 4.290 € als tatsächlich zu zahlende Steuer auf den Abfindungsbetrag. Die Abfindung wird somit mit 36% besteuert. Seine Ersparnis beträgt dann 282 €.

Steuerliche Gestaltung im Abfindungsjahr

Da das Zuflussprinzip gilt, spielt die Höhe des zu versteuernden Einkommens im Jahr der Abfindung eine große Rolle. Eine Verringerung des zu versteuernden Einkommens wirkt sich überproportional auf die Besteuerung der Abfindung aus.

Beispiel: Verschiebung ins nächste Jahr

Herr Abfindikus arbeitet noch bis zum März des Folgejahres (zu versteuerndes Einkommen 8.500 €) und erhält erst dann seine Abfindung von 12.000 €. Da er dann in den Ruhestand geht und seine Rentenzahlungen noch nicht voll besteuert werden, beträgt sein zu versteuerndes Einkommen von April bis Dezember nur 10.700 €.

Die Einkommensteuer auf die Abfindung beträgt dann 3.439 €, also nur noch knapp 29%.

Beispiel: Start in die Selbständigkeit

Herr Abfindikus beendet sein Angestelltendasein im September (zu versteuerndes Einkommen 25.500 €) und startet im Jahr der Abfindung eine selbständige Tätigkeit. Durch Anfangsverluste und Investitionen in den eigenen Betrieb in Höhe von 15.000 € reduziert sich sein zu versteuerndes Einkommen auf 10.500 €.

Die Einkommensteuer auf die Abfindung beträgt dann 2.480 €, also nur noch knapp 21%.

Beispiel Abschluss einer Basis- oder Rüruprente

Herr Abfindikus investiert 12.000 € in eine Basisrente. Diese Form der Altersvorsorge ist steuerlich in Höhe von 76% (Stand 2013) abzugsfähig. Das zu versteuernde Einkommen beträgt dann vor Erhalt der Abfindung 24.880 €.

Infolgedessen beläuft sich die Einkommensteuer auf die Abfindung auf 3.760 € und somit gut 31% der Abfindung.

Es ist auch möglich, mehrere Gestaltungsmöglichkeiten zu kombinieren. So kann die Besteuerung der Abfindung reduziert und ggf. sogar auf Null reduziert werden.

Wichtiger Hinweis:

Die hierin geäußerten Überlegungen und Berechnungen dienen als anschauliche Beispiele. Die errechneten Beiträge dienen lediglich der veranschaulichenden Informationszwecken. Die steuerlichen Berechnungen entsprechen den aktuellen gesetzlichen Bedingungen. Es handelt sich jedoch nicht um Empfehlungen, bestimmte Maßnahmen in der geschilderten Weise umzusetzen. Wir empfehlen Ihnen vor Erhalt Ihrer Abfindung Ihren Steuerberater zu konsultieren.

Kündigung Aufhebungsvertrag Abfindung – Ihr Anwalt für Arbeitsrecht aus Hamburg Axel Pöppel

Kündigung Aufhebungsvertrag Abfindung – Ihr Anwalt für Arbeitsrecht aus Hamburg

Spezialist für Abfindung bei Kündigung

Axel Pöppel Fachanwalt für Arbeitsrecht

Egal ob Kündigung, Aufhebungsvertrag oder Abfindungsverhandlung – Ihr Anwalt für Arbeitsrecht in Hamburg-Barmbek – Axel Pöppel ist Fachanwalt für Arbeitsrecht und Spezialist für Lohnenswerte Beendigungen von Arbeitsverhältnissen.

Sie haben eine Kündigung erhalten?

Ihr Arbeitgeber hat Ihnen einen Aufhebungsvertrag vorgelegt und will Sie loswerden?

DON`T QUIT !!

Nicht aufgeben. Oft kommt mehr für den Arbeitnehmer heraus, als man vorher erwartet.

In seiner Barmbeker Kanzlei betreut Axel Pöppel mit seinem Team (tarifliche) Angestellte, Führungskräfte bis hin zu Vorständen und Aufsichtsräten ebenso wie Betriebsräte und Kleine bis mittelständische Unternehmen.

NICHT AUFGEBEN !!

Jeder Fall ist anders und es gibt nie DAS perfekte allgemein gültige Konzept für eine Kündigung oder einen Aufhebungsvertrag, weil es eben keine zwei gleichen Menschen gibt. In unserer Kanzlei gibt es am Selben oder nächsten Tag einen Termin und wir nehmen uns die Zeit, die notwendig ist.

Axel Pöppel – Spezialist für Kündigung – Aufhebungsvertrag und Abfindung

Axel Pöppel Fachanwalt für Arbeitsrecht

Axel Pöppel Fachanwalt für Arbeitsrecht

Pöppel – Rechtsanwälte
Kanzlei für Arbeitsrecht – Hamburg-Barmbek

Elsastraße 39
22083 Hamburg – Barmbek

T. 040 35704950
F. 040 35704955

kanzlei@ra-poeppel.de

Wir machen Arbeitsrecht. Dabei ist die Kündigung und das Streiten um eine möglichst hohe Abfindung der Regelfall.

Arbeitsrecht in Hamburg Barmbek – Rechtsanwalt Axel Pöppel

Wer zum ersten Mal zu mir in die Kanzlei kommt, ist meistens erstaunt. Unser kleines Häuschen sieht eher aus wie eine Landarztpraxis und wenn man reinkommt, wirkt hier nichts, wie in den eleganten Anwaltsbüros aus dem Fernsehen.

Im Vorgarten stehen Bank und Liegestuhl, manchmal die Biokiste vom Bauern im Eingang. Ja, das ist so und das ist auch so gewollt.

Und es geht damit weiter, daß ich das anziehe, wonach mir gerade morgens – möglicherweise noch im Halbschlaf – ist und das sind meist Jeans, Polo- oder Rugby-Shirts und fast nie der Anzug mit Krawatte.

Maßgeschneiderte Anzüge schreiben keine guten Klagen und es ist mir egal, wenn andere meinen, daß ein Anwalt in einer bestimmten Art und Weise gekleidet sein und auftreten muß.

Der Anwalt auf dem Stehplatz am Millerntor – Nicht im VIP-Breich

Am Wochenende steht er regelmäßig auf der Gegengerade am Millerntor. Bier und Wurst und man weiß, wo das Auto des Schiri steht ;-)

Abfindung Kündigung Arbeitsvertrag

Axel Pöppel – Anwalt für Arbeitsrecht – Spezialist für Abfindungen

Die Stimmung am Millerntor ist unübertroffen und es gab schon HSV-Fans, die nach einem Besuch auf der Gegengerade zugeben mussten, dass das der Volkspark keine bessere Stimmung bietet.

Gelegentlich kommt auch ein Berufskollege aus Schottland – gerne in Begleitung von anderen Gentlemen aus Glasgow – nach Hamburg und nimmt an einem Länderübergreifenden Erfahrungsaustausch teil.

Der Kollege Paul McQuade ist gern gesehener Gast in der Kanzlei und im Stadion.

Ein ganz normaler Mensch – Anwalt Arbeitsrecht Hamburg

Als ganz normaler Typ mit Ecken und Kanten hat er allerdings auch oft Ideen, die sich auf den ersten Blick verrückt anhören, aber es zählt das Ergebnis. So ist es schon vorgekommen, das ein Mandant aus dem Mittleren Management zu seinem großen Erstaunen den Vorschlag bekam, sich in den Betriebsrat wählen zu lassen … und es tat …. Ok. die Karriere bei diesem Arbeitgeber war zu Ende … war sie eh … aber der Aufhebungsvertrag war gut.

Aber was erwartet man vom Anwalt für Arbeitsrecht im Schönen Hamburg Barmbek ? Gute Ideen.

Es klappt nicht immer alles und auch nicht jede Idee hat am Emde Erfolg. Aber im Abrietsrecht muss man auch mal etwas versuchen.

Das ist nicht alles, aber schafft eine Arbeitsatmosphäre, in der wir alle gerne und leider auch viel arbeiten.

 

Rücktritt möglich ? – Kann man von einem Aufhebungsvertrag zurücktreten?

Rücktritt vom Aufhebungsvertrag – Geht das einfach so?

Immer wieder kommen Menschen zu mir und sagen so in etwa folgendes:

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Axel Pöppel – Fachanwalt für Arbeitsrecht

“Ich habe da einen Aufhebungsvertrag unterschrieben. Können Sie den mal bitte Prüfen, ob ich den nehmen soll oder besser zurücktrete?”

Das sind Momente, die ich mir garnicht wünsche, weil ich nämlich zum einen keine Gute Nachricht für den Rechtssuchenden habe und zum anderen auch kein Geld verdienen kann. Es ist dann nämlich in der Regel mein Job, den betroffenen Menschen über seine gegebenenfalls sehr missliche Situation aufzuklären. Denn zum einen ist der Job weg, was in den meisten Fällen ja am Ende gewollt ist, aber zum anderen gibt es fast immer eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld (12 Wochen die Leistung gestrichen – zu deutsch keine Kohle) und häufig wird auch noch ein nicht unwesentlicher Teil der Abfindung auf die Leistungen der Arbeitsagentur angerechnet.

Und der Arbeitgeber ist fein raus. Natürlich versuchen wir, in solchen Fällen noch irgendetwas zu retten. Aber in der Regel kommt dabei kaum mehr raus als ein wenig mehr Abfindung. Mit Rechtsschutzversicherung lohnt es sich in der Regel, ohne oft nicht.

Aber: Was man nicht versucht, kann man nicht gewinnen.

Arbeitsgericht AufhebungsvertragGrundsätzlich – Kein Rücktritt vom Aufhebungsvertrag

Das Bundesarbeitsgericht hatte über die Frage zu entscheiden, ob Arbeitnehmer von abgeschlossenen Aufhebungsverträgen zurücktreten können, wenn ihr Arbeitgeber die zugesicherte Abfindung wegen einer Insolvenz nicht zahlt.

Ein Arbeitnehmer war seit Oktober 1973 bei einem Unternehmen beschäftigt. Am 1. Oktober 2007 schlossen er und seine Arbeitgeberin einen Aufhebungsvertrag. Dieser sah vor, dass das Arbeitsverhältnis zum 31.12.2008 beendet werden sollte und dem Arbeitnehmer eine Abfindung in Höhe von 110.500,00 Euro gezahlt werden sollte. Am 5. Dezember 2008 beantragte seine Arbeitgeberin jedoch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen. Der Arbeitnehmer forderte seine Arbeitgeberin daraufhin schriftlich auf, seine Abfindung fristgerecht auszuzahlen- jedoch ohne Erfolg. Auch eine weitere Aufforderung die Abfindung zu zahlen blieb erfolglos. Daraufhin erklärte der Arbeitnehmer im Januar 2009 schriftlich den Rücktritt vom Aufhebungsvertrag. Das Bundesarbeitsgericht entschied jedoch, dass der Rücktritt unwirksam war und das Arbeitsverhältnis daher zum 31.12.2008 beendet wurde. Zwar handele es sich bei dem Aufhebungsvertrag um einen gegenseitigen Vertrag, von dem der Arbeitnehmer grundsätzlich zurücktreten kann, falls der Arbeitgeber nicht zahlt. Allerdings bedarf es hierbei u.a. der Voraussetzung, dass die Forderung auch durchsetzbar ist. An dieser Voraussetzung fehlt es aber, wenn der Arbeitgeber- wie hier in diesem Fall- wegen Insolvenz nicht leisten muss oder darf.

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 10.11.2011, Az.: 6 AZR 357/10

Fazit: Rücktritt Aufhebungsvertrag – Nein. Daher grundsätzlich keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben, der nicht vorher vom Fachanwalt für Arbeitsrecht geprüft wurde.

Habe ich einen Anspruch auf Abfindung bei Kündigung?

Der vermeintliche Anspruch auf Abfindung bei Kündigung ist in den Köpfen weit verbreitet. Immer wieder wird uns Rechtsanwälten im Arbeitsrecht die Frage nach dem Abfindungsanspruch bei einer Kündigung oder einer sonstigen Beendigung gestellt.

Und immer wieder können wir nur sagen:

Grundsätzlich besteht kein Anspruch auf eine Abfindung bei einer Kündigung oder einem Abschluss eines Aufhebungsvertrages, also wenn das Arbeitsverhältnis beendet wird.

Auch die Klage vor dem Arbeitsgericht bringt im Regelfall keine Entlassungsentschädigung.

Arbeitsrecht

Axel Pöppel – Fachanwalt für Arbeitsrecht

Anspruch auf Abfindung nach Kündigung ist absolute Ausnahme

Allerdings gibt es auch Ausnahmen, in denen der Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine Abfindung bei einer Kündigung oder bei einer Beendigung durch Aufhebungsvertrag geltend machen kann.

So kann sich ein solcher Anspruch beispielsweise aus Tarifverträgen oder einer betrieblichen Sozialplanvereinbarung ergeben. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können aber auch im jeweiligen Arbeitsvertrag individuell einen Abfindungsanspruch vereinbaren. Das Gesetz sieht in § 1 a Kündigungsschutzgesetz ausnahmsweise auch einen Abfindungsanspruch vor. Diese vom Gesetzgeber im Jahre 2004 neu in das Kündigungsschutzgesetz eingefügte Regelung sieht die sog. „1a“- Kündigung vor und gibt dem Arbeitgeber die Möglichkeit dem Arbeitnehmer im Falle einer betriebsbedingten Kündigung ein Abfindungsangebot in der Kündigung zu machen. Nimmt der Arbeitnehmer das Angebot an und verzichtet damit auf eine Kündigungsschutzklage, so hat er ab dem Zeitpunkt des Verstreichenlassens der Klagefrist einen Anspruch auf eine Abfindungszahlung in Höhe eines halben Monatsgehalts (Durchschnitt der letzten 12 Monate) pro Beschäftigungsjahr.

Bei der Berechnung der Abfindung zählt das durchschnittliche Gehalt der letzten 12 Monate

Dieser Abfindungsanspruch ist mit Einreichung der Kündigungsschutzklage allerdings verfallen und lebt auch nicht wieder auf. Weder durch Rücknahme der Klage, noch auf andere Art und Weise.

Kein Anspruch auf Abfindung bei Kündigung bei gewonnenem Kündigungsschutzprozess

Aber auch wenn sich im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses herausstellt, dass die vom Arbeitgeber ausgesprochene Kündigung unwirksam war und der Arbeitnehmer deswegen einen Anspruch auf Weiterbeschäftigung hat, besteht kein Anspruch auf Abfindung. Wer seinen Prozess wegen einer Kündigung gewinnt, bekommt “nur” seinen Job zurück – und das wollen Viele nicht.

Klage Kündigung Abfindung

Anspruch auf Entlassungsentschädigung bei erfolgreichem Auflösungsantrag

Dennoch kann in wenigen Ausnahmefällen ein Abfindungsanspruch bestehen. Dazu müsste dem Arbeitnehmer oder dem Arbeitgeber die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar sein und diese Unzumutbarkeit müsste im Zusammenhang mit der Kündigung oder des Kündigungsschutzprozesses stehen.

Beide Seiten, sowohl die Arbeitgeber-, als auch die Arbeitnehmerseite können den Auflösungsantrag stellen. Dies geschieht gelegentlich; erfolgreich sind diese Anträge jedoch nur extrem selten. Selbst erfahrene Arbeitsrechtler erleben das nur alle paar Jahre, wenn überhaupt.

Der Arbeitnehmer oder Arbeitgeber muss dann beantragen, das Arbeitsverhältnis zu beenden und den Arbeitgeber zu einer Abfindungszahlung zu verurteilen. Ohne diesen Antrag spricht das Gericht die Abfindung nicht zu.

Arbeitsgericht

Abfindungshöhe wird vom Arbeitsgericht festgelegt

Das Gericht entscheidet dann auf der Grundlage des vorliegenden Sachverhalts in gerichtlichen Verfahren, ob (§ 9 KSchG) und in welcher Höhe eine Abfindung (§ 10 KSchG) bei einer Kündigung oder bei Kündigungen in Frage kommen. Diese beträgt grundsätzlich bis zu 12 Monatsentgelte, bei älteren Arbeitnehmern mit langjähriger Betriebszugehörigkeit bis zu 18 Monatsentgelten.

Arbeitsgericht Abfindung Arbeitsrecht

Auf den ersten Blick ist ein Jahresgehalt schon eine ganze Menge. Allerdings sind die 12 Monatsgehälter bei normalen Arbeitsverhältnissen der Maximalbetrag. Und in vielen Fällen reicht eine Abfindung eines Bruttojahresentgelts als Ausgleich für eine Kündigung nicht aus, um die sozialen und finanziellen Nachteile aufzuwiegen.

Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in Hamburg Altona – Ali Oezkan

Sie suchen einen Rechtsanwalt, der sich auf das Arbeitsrecht spezialisiert hat, in Hamburg Altona ?

Ali Özkan ist Rechtsanwalt und zweifacher Fachanwalt – Arbeitsrecht und Familienrecht – mit Kanzlei in Altona – mitten in Ottensen.

Rechtsanwalt Ali Özkan

RA Ali Özkan

Die Kanzlei in Hamburg Altona liegt direkt am Spritzenplatz – mitten im echten Leben von Ottensen.

Langjährige praktische Erfahrung als Fachanwalt für Arbeitsrecht

Ali Özkan ist ein ausgewiesen starker Verhandler und erfahrener Prozessanwalt, der sich schlicht nicht aus der Ruhe bringen lässt. Seine sportliche Erfahrung, die er aus dem Boxen mitbringt, lässt ihn länger durchhalten und später aufgeben als viele Andere das an seiner Stelle tun.

Im Bereich des Arbeitsrechts kann Rechtsanwalt Ali Özkan auf seine langjährige praktische Erfahrung vertrauen. Als Fachanwalt wird er den immer neuen und umfangreichen Anforderungen der Gesetzgebung und Rechtsprechung im Bereich des Arbeitsrechts dadurch gerecht, dass er sich ständig weit mehr als die vorgeschriebenen Pflichtfortbildungen weiterbildet.

Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit unterrichtet er auch Fachanwälte und Betriebsräte auf entsprechenden Fortbildungen.

Spezialist auf dem Gebiet der Abfindung bei Kündigung oder Aufhebungsvertrag

Der Schwerpunkt seiner anwaltlichen Tätigkeit liegt im Bereich der Kündigungsschutzmandate und der Vertragsbeendigungen (Aufhebungsvertrag) gegen Zahlung einer Abfindung. Er bearbeitet aber auch Fragen zu Lohn, Abmahnung, Arbeitszeit und Zeugnis.

Arbeitsgericht Hamburg

Landesarbeitsgericht Hamburg

Im Arbeitsgericht Hamburg in Barmbek sind die Fachanwälte, Ali Özkan und Nils von Bergner, die sich auf das Arbeitsrecht spezialisiert haben, häufige Gäste, wenn sie die Termine ihrer Klageverfahren wahrnehmen.

Das Team der Kanzlei von Bergner & Özkan ist auf die Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate ausgerichtet und gewährleistet zügige und zuverlässige Arbeitsabläufe. Die zwei Kanzleistandorte in Schenefeld und Hamburg-Altona sorgen zudem für eine gute und flexible persönliche Erreichbarkeit im Hamburger Westen.

Kanzlei von Bergner & Özkan aus Hamburg-Altona

Privat ist Ali Özkan dem Sport verbunden. Er geht gerne zum Fußball und ist langjähriger Dauerkarteninhaber und Mitglied des FC St Pauli; er ist als Boxtrainer und Schiedsrichter aktiv und entspannt sich am liebsten bei einer Runde Golf.

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