Behördenleiter im Jugendamt wegen wiederholter sexistischer Äußerungen fristlos gekündigt

Der Leiter eines Jugendamts war wegen unangemessener Äußerungen mit sexuellem Bezug wiederholt unangenehm bei Kollegen aufgefallen. Der Dienstherr erklärte daraufhin die fristlose Kündigung des Anstellungsverhältnisses.

Auf seine Kündigungsschutzklage erhielt der Behördenleiter vom zuständigen Arbeitsgericht zunächst Recht. Die Richter hielten die Kündigung für unwirksam und lösten das Anstellungsverhältnis gegen Abfindung auf.

Das zuständige Landesarbeitsgericht Düsseldorf hat jetzt anders entschieden und die Kündigung für wirksam erklärt. Das LAG hatte eine umfangreiche Beweisaufnahme durchgeführt und sah es aufgrund der Zeugenaussagen als erwiesen an, dass der Behördenleiter durch seine Äußerungen wiederholt und schwerwiegend gegen seine Dienstpflichten verstoßen hatte. Aufgrund des Gesamtumstände sei es deshalb auch entbehrlich gewesen, vor dem Kündigungsausspruch eine Abmahnung zu erteilen.

Quelle: LAG Düsseldorf, 08.03.2012, Az: 5 Sa 684/11

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Rechtsanwalt Nils von Bergner
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht

Absolvent des Fachlehrgangs „zertifizierter Testamentsvollstrecker“ der AGT

Rechtsanwälte von Bergner und Özkan

Fachanwälte für Arbeitsrecht, Familienrecht und Verkehrsrecht

Kanzlei Schenefeld

Schenefelder Platz 1
22869 Schenefeld
Tel. 040 / 85503690
Fax 040 / 855036969

Email: schenefeld[at]vboe.de

Kanzlei Altona

Bahrenfelder Straße 79
22765 Hamburg

Fon 040 / 41912845
Fax 040 / 41912846
Email: altona[at]vboe.de