Arbeitsrecht Das Arbeitsgericht (ArbG) Hannover ist eines von 15 Arbeitsgerichten in Niedersachsen und hat seinen Sitz im hannoverschen Stadtteil Zoo, in der Ellernstraße. Es ist Zuständig für arbeitsrechtliche Streitigkeiten in der Region Hannover. Hierzu zählen die  Städte und Gemeinden Barsinghausen, Burgdorf, Burgwedel, Garbsen, Gehrden, Hemmingen, Isernhagen, Laatzen, Langenhagen, Lehrte, Neustadt am Rübenberge, Pattensen, Ronnenberg, Seelze, Sehnde, Springe, Uetze, Wedemark, Wennigsen und Wunstorf.

Mit 13 Kammern ist es das größte Arbeitsgericht in Niedersachsen. Jedes Jahr gehen hier zwischen 6.000 und 9.000 Klagen ein. Dabei handelt es sich meistens um Kündigungsschutzklagen. Derzeitiger Direktor ist Herr Kilian Wucherpfennig.

Das Arbeitsgericht Hannover ist dem Landesarbeitsgericht (LAG) Niedersachsen, ebenfalls mit Sitz in Hannover, unterstellt. Die darauf folgende Instanz ist das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt.

Wie bei allen Arbeitsgerichten ist hier der „Spruchkörper“ eine so genannte Kammer. Diese besteht aus einem Berufsrichter und zwei Ehrenamtlichen Richtern, die sich häufig aus Interessenverbänden von Arbeitgebern und Gewerkschaften zusammensetzen.

Das arbeitsgerichtliche Verfahren sieht als Besonderheit zwingend zunächst eine Güteverhandlung vor. In dieser wird mit dem Kammervorsitzenden allein zunächst der zugrunde liegende Sachverhalt erörtert. Ein Großteil der Verfahren kann dadurch, insbesondere bei Kündigungen durch Zahlung einer Abfindung oder Aufschub des Kündigungstermins, bereits hier durch einen Vergleich beigelegt werden. Anwaltszwang herrscht beim Arbeitsgericht nicht. Erst beim LAG müssen sich die Parteien durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen.